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Finanzieller Analphabetismus

Am 5. Januar hat die NZZ am Sonntag einen Artikel veröffentlicht, in dem es um die Finanzkompetenz der SchweizerInnen geht.

Folgende Umfrage stand dabei im Mittelpunkt:

 

Diese Fragen stellt Annamaria Lusardi seit 15 Jahren im Rahmen einer Studie. Sie ist Professorin für Economics and Accountancy an der George Washington University School of Business sowie Gründerin und akademische Leiterin des Global Financial Literacy Excellence Center. Sie musste dabei feststellen, dass gerade einmal 30% der Amerikaner alle Fragen korrekt beantworten konnten. Dies zog sich durch alle Altersgruppen hindurch. Und ihre Studien haben gezeigt, dass sich die Finanzkompetenz über die Jahre kaum verändert hat. Unwissenheit schade nicht nur der Volkswirtschaft, sondern auch denjenigen, die die Grundlagen der Finanztheorie nicht kennen oder nicht verstehen. Diese würden sich eher verschulden oder auf Betrüger reinfallen. Sie macht sich dafür stark, Finanzthemen nicht zu tabuisieren, sondern aktiv darüber zu sprechen.

 

Hast du alle Fragen richtig beantworten können? Die Lösungen findest du am Ende des Blogbeitrags.

 

Schule und Studium

Während meiner gesamten Ausbildung (Sekundarschule, Berufsschule, Studium) haben Finanzthemen nur eine untergeordnete Rolle gespielt - wenn überhaupt. In der Berufsschule wurde zwar erläutert, was eine Aktie und eine Dividende ist und wie eine doppelte Buchhaltung zu führen ist, aber alles auf einer sehr theoretischen Ebene. Ich wäre nie auf die Idee gekommen danach selber an der Börse zu investieren. Gut, vor einigen Jahren waren die Börsengebühren auch noch so hoch, dass es für Kleininvestoren kaum rentabel war sein Geld an der Börse anzulegen.

Situation in der Schweiz

Etwa 20% der Schweizerinnen und Schweizer besitzen Aktien, was im Vergleich zu unseren Nachbarländern relativ hoch ist. In Deutschland sind es 7% in Österreich sogar nur 5%.

Wer einer Pensionskasse angeschlossen ist, ist indirekt auch in Aktien investiert. Durchschnittlich sind 30% der Gelder einer Pensionskasse in Aktien investiert. Die restlichen 70% stecken in Obligationen, Immobilien, Rohstoffen usw. Die oben genannten Zahlen beziehen sich aber nur auf die das direkte Halten von Aktien, auch sind Aktienfonds und ETFs nicht in den 20% enthalten.

Im Rahmen des Lehrplans 21 soll in der Schweiz nun die Finanzkompetenz in Schulen an Bedeutung gewinnen.

 

Lösungen

1) a

2) c

3) b

Weiterführende Links

  • Hier kannst du den Artikel der NZZaS nachlesen (kostenlose Registrierung notwendig)

Wie steht es um deine Finanzkompetenz? Hattest du in der Schule, in der Lehre oder im Studium Kontakt mit Finanzthemen? Welche Finanzprodukte hast du bereits und welche würden dich interessieren? Wie bist du zur Börse gekommen?

 

Hast du Fragen zum Artikel oder wünschst du ein anderes Finanz-Thema detaillierter erläutert, dann schreib es unten in die Kommentare. Ich freue mich auf deine Anregungen und deine Meinung.

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