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Das erste Mal in die Säule 3a einzahlen – Interview mit einem Neuling

 

Du setzt dich das erste Mal mit deiner privaten Vorsorge und insbesondere mit der Säule 3a auseinander? Da bist du nicht die oder der einzige. Erfahre hier wie sich Johanna (34) mit dem Thema auseinandersetzt, wie sie sich informiert und wofür sie sich entscheidet.

Interview

Du beschäftigst dich dieses Jahr das erste Mal mit der Säule 3a. Wie bist du überhaupt auf das Thema private Vorsorge gestossen?

Ich habe letztens meine Steuererklärung ausgefüllt, und da habe ich gesehen, dass man mit der dritten Säule Steuern sparen kann. Ich habe mich darauf mit dem Thema auseinandergesetzt und bin zum Schluss gekommen, dass es sinnvoll wäre, in die Säule 3a einzuzahlen.

 

Wie hast du begonnen, dich zu informieren?

Ganz zu Beginn habe ich mir einen K-Tipp-Ratgeber gekauft, um genauer zu verstehen, wie das Vorsorgesystem überhaupt funktioniert und worauf man achten sollte. Ein Buch schien mir da am neutralsten.

Gut vorsorgen: Pensionskasse, AHV und 3. Säule*

Was Sie über die drei Säulen wissen müssen. Was die Vorsorge kostet und was Sie später erhalten.

 

Soziale Sicherheit: Die drei Säulen im Überblick. Die AHV: Wer ist versichert? Und was kostet das? Diese Faktoren beeinflussen die AHV-Renten. IV-Rente und Ergänzungsleistungen. Pensionskasse: Wer ist versichert? Und was kostet es? Wie aus dem Sparprozess eine BVG-Rente wird. Der Pensionskassen-Risikoschutz bei Tod und Invalidität. Die Freizügigkeit beim Stellenwechsel. 3. Säule: Privat vorsorgen und Steuern sparen. Altersvorsorge: Der Staat kassiert mit.

 

Später habe ich mich im Bekanntenkreis umgehört. Da habe ich Empfehlungen erhalten, also wie sie das machen, wofür sie sich entschieden haben und wo die Vorteile liegen.

Online habe ich mich erst danach umgesehen, als ich schon eine Richtung hatte. Das Angebot der Anbieter fand ich sehr unübersichtlich.

Ich habe online Formulare und Berechnungstools ausgefüllt, also wie viel ich am Ende habe und wie lange es reicht, welche Aktienquote ich nehmen sollte usw. Ah, und ich habe Werbemails von Versicherungen erhalten, dass man bei denen jetzt investieren soll. Da habe ich auch kurz reingeschaut, aber das hat mir nicht geholfen, weil es auf mich sehr schleierhaft wirkte. Ich hatte das Gefühl, mir wird gerade ein Produkt verkauft, dessen Folgen oder Konsequenzen ich nicht abschätzen kann.

 

Wie wirkten die Webseiten der Anbieter auf dich?

Moment, ich mache gerade eine auf. Hm, schwierig, du merkst, dass ein Riesenthema aufgemacht wird, und ich verstehe nicht, was die von mir wollen und was wirklich wichtig ist. Und ich merke, also auch bei Versicherungen und ähnlichem, dass sie ein sehr starkes Interesse daran haben, dich als Kunden an sie zu binden. Und je stärker ich dieses Interesse wahrnehme, desto skeptischer und zurückhaltender werde ich. Da kommt dann noch dieses und jenes Produkt oder Konto dazu, so Kombiangebote und alles aufgebläht, gerade bei den grossen Playern ist mir das aufgefallen. Das ist mir dann zu viel, da hänge ich sofort ab.

 

Wie hast du die erwähnten Online-Rechner empfunden? Haben sie dir geholfen?

Teilweise. Natürlich weiss ich, wie viel Geld ich verdiene, wie viel ich auf die Seite legen kann und wie viel Vermögen ich habe. Aber die ganzen Prozente bei der Aktienquote und wie ich anlegen soll, das verstehe ich erst einmal nicht.

 

War es nie eine Option für dich, bei einer Bank vorbeizugehen und dich beraten zu lassen?

Ein Kollege, der mir auch Tipps gab, hat das gemacht. Und wenn du mir keine Tipps gegeben hättest, wäre ich eventuell in eine Filiale gegangen. Ich habe mich vor ein paar Jahren schon einmal beraten lassen, aber habe damit schlechte Erfahrungen gemacht. Ich finde es schwierig, mich bei einem Beratungsgespräch unabhängig zu entscheiden, weil dann noch der soziale Druck dazukommt. Bei der erwähnten Beratung habe ich mich gegen das Angebot des Beraters entschieden, und er wurde sehr aggressiv, das fand ich sehr unangenehm. Ich habe das Gefühl, man muss schon vorher wissen, was man will, bevor man in eine Beratung geht. Man bräuchte einen unabhängigen Berater, aber dazu habe ich das Geld nicht.

 

 

Spielt es für dich eine Rolle, ob eine grosse oder bekannte Bank im Hintergrund steht, oder würdest du auch zu einem unbekannten Start-up gehen?

Ja, das spielt auf jeden Fall eine Rolle. Ich finde es wichtig, dass ein seriöses Geldinstitut dahintersteckt und ich davon ausgehen kann, dass dieses Bestand haben wird und mein Geld sicher ist. Ich habe deine Tipps auch dahingehend überprüft.

Das ist meine Angst generell bei kleinen Anbietern, dass ich nicht weiss: Was ist das? Ist das seriös? Woher kommt das? Nicht, dass jemand mit dem Geld abhaut, denn das habe ich auch schon erlebt.

 

Was ist da passiert?

Das ist schon eine Weile her. Ein Berater hat verschiedene Investitionsmodelle einem Verwandten empfohlen und gemeint, dass er selber sein Geld da investiert habe, es gäbe die grössten Renditen, und es sei ein sicheres Modell, krisenfest und so weiter, und so fort. Und auf einen Schlag haben alle das Geld verloren. Es ging irgendwie um den Zweitmarkt von Lebensversicherungen oder so, ich habe das nicht verstanden.

 

Welche sonstigen Aspekte sind dir bei der Geldanlage wichtig?

Ich habe gesehen, dass auch nachhaltige Strategien angeboten werden. Das ist mir schon wichtig, dass mit meinem Geld in nachhaltige Unternehmen angelegt wird.

 

Warum hast du dich für Wertschriften in der Säule 3a entschieden und nicht für ein Kontomodell?

Hauptsächlich, weil die Zinsen so niedrig sind. Der Unterschied, wenn ich das Geld einfach so rumliegen lasse oder auf dem Säule 3a-Konto habe, ist ja gar nicht mehr gross.

 


Zum Festlegen der Aktienquote hast du die Fragen auf der Homepage beantwortet und bist den Empfehlungen dann gefolgt?

Genau, das waren ja sehr wenige Fragen, dann wurde mir etwas vorgeschlagen. Ich habe eher auf die Kurven geschaut, also wie die Wertsteigerung sein könnte, und bin dann leicht vom vorgeschlagenen Aktienanteil abgewichen.

 

Wie verständlich waren die Fragen?

Die Fragen waren einfach. Ich habe aber gemerkt, dass dahinter ein komplexer Sachverhalt steckt, der jetzt sehr vereinfacht wird. Wenn es dann sehr bildlich wird, komme ich mir aber dann schon für dumm verkauft vor. Als Beispiel: Bei einem Anbieter wurden die Kursschwankungen anhand einer Bergwanderin erklärt.

 

Was war ausschlaggebend für die Entscheidung, zu welchem Anbieter du gehst?

Deine Empfehlung, die Tatsache, dass eine bekannte Bank dahintersteckt und ein Vergleichsportal, auf dem die Anbieter auch gut wegkamen. Und für mich auch die Info aus dem Ratgeber, dass man sich umentscheiden, den Anbieter meistens kostenfrei wechseln kann und dass man nicht gezwungen ist einzuzahlen, dass man die Höhe und den Zeitpunkt also selber wählen kann.

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Wann hast du mit dem Einzahlen in die dritte Säule begonnen? Schreibe deine Geschichte in die Kommentare.

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